Jetzt ist die Villa Grün dran!
Brandschutzmaßnahmen und ihre Auswirkungen auf das „Wirtschaftsgeschichtliche Museum“ im Schlosspark Dillenburgs
Wie alle Gebäude und öffentlichen Einrichtungen der Stadt Dillenburg muss auch unser „Wirtschaftsgeschichtliches Museum Villa Grün“ geprüft werden, ob es die in jüngster Zeit verschärften Brandschutzauflagen erfüllt. Natürlich –wie zu erwarten- erfüllt es diese nicht, bei Weitem nicht! Das erfahren wir bereits Ende des Jahres 2008. Hätten wir nicht bereits die winterliche Museumspause, würde das Museum sofort für Besucher gesperrt.
Das Hochbauamt der Stadt Dillenburg, mit dem wir stets kooperativ und vertrauensvoll zusammenarbeiten, das unsere Belange versteht und uns nach Kräften unterstützt, leitet einige Sofortmaßnahmen ein. Tatsächlich können wir nur dadurch den Museumsbetrieb zu Beginn der Saison 2009 wieder aufnehmen.
Jetzt ist Zeit gewonnen, ein zukunftsorientiertes Konzept zu entwickeln – für € 400.000,-- ! Die Bundesregierung legt wegen der Wirtschaftskrise ein Konjunkturprogramm auf, aus dem auch diese Maßnahme realisiert werden könnte, und die Stadtverordnetenversammlung beschließt, die Brandschutzmaßnahmen in unserem Museum auf Platz 2 der Prioritätenliste zu setzen – danke!
Noch im Winter 2009/2010 wird mit dem Umbau begonnen. Voraussichtlich werden sich die Umbauarbeiten bis Ende September 2010 hinziehen. Das bedeutet, dass das Museum Villa Grün erst im Oktober 2010 wieder für Museumsbesucher geöffnet werden kann.
Und das ist bei den Umbaumaßnahmen –knapp gesagt- geplant:
- Vom Keller bis zum Archiv im 2. Obergeschoss wird ein neues flucht- und rettungstaugliches Treppenhaus gebaut. (Das repräsentative Haupttreppenhaus wird für Besucher unverändert erhalten!)
- Die Ausstellungsflächen werden in Brandschutzabschnitte gegliedert, die im Brandfall durch selbstschließende Türen abgeschottet werden.
- In allen Räumen werden Brandmelder installiert und mit der Brandmeldeanlage verbunden.
Leider betreffen diese Änderungen teilweise die vorhandene Ausstellung und zwingen uns, neue Lösungen zu finden. Dies begreifen wir als Chance, die Konzeption unseres Museums unter moderner didaktischer Sicht teilweise neu zu planen. Folgendes wird umgesetzt bzw. geplant:
- Dort, wo die Baumaßnahmen in unsere Ausstellung eingreifen, müssen wir spontan durch Umgestaltung reagieren.
- In jedem Fall wird ein dringend notwendiger Lagerraum für Stühle, Tische, Stellwände und Vitrinen entstehen.
- Im Keller wollen wir neue Ausstellungsräume erschließen, die eine Ausstellung nach heutiger Museumsdidaktik ermöglicht. Die Planung beginnt im nächsten Jahr.
Sie sehen: Hier kommt Arbeit auf uns zu. Packen wir´s an!
