Buchvorstellung:


Olaf Mörke:
Wilhelm von Oranien (1533-1584)
Fürst und Vater der Republik

Als im Mai 2008 Olaf Mörke, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Kiel, seine biographische Studie über Wilhelm von Oranien in der Villa Grün vorstellte, konnte der Vortragsraum die Besucher kaum fassen.

Das hat zweierlei Gründe: Zum einen beweist dies, dass das Interesse an Wilhelm von Oranien in Dillenburg und der Region ungebrochen groß ist. Zum anderen hat der Referent Kindheit und Jugendzeit im alten Dillkreis, nämlich in Beilstein im Westerwald, verbracht und am Herborner Gymnasium sein Abitur abgelegt.

Im Nassauischen nahe Dillenburg aufgewachsen, begleitete mich Wilhelm von Oranien als Zentralgestalt regionaler Erinnerungskultur von Kindheit an. Die Erzählungen meines Vaters Günter Mörke (1921-2005) über Wilhelm und den Freiheitskampf der Niederlande legten früh den Grundstock für das spätere wissenschaftliche Interesse an der niederländischen Geschichte.“ So beginnt Olaf Mörke das Vorwort seiner Biographie, dessen hier wiedergegebener Umschlagtext Sie in den Inhalt dieses lesenswerten Buches einführen soll.

Wilhelm von Oranien ....
kam als Elfjähriger in die Niederlande.
Dort entwickelte er sich zu einem der einflussreichsten Hochadligen am Hof der damaligen habsburgischen Landesherren Kaiser Karl V. und Philipp II. von Spanien.
Die Politik Philipps ließ ihn seit den 1560er Jahren zu dessen erbittertem Gegner werden. 1584 fiel er im holländischen Delft einem Attentat zum Opfer.
Wilhelms Lebensweg wird vor dem Hintergrund der politischen Kultur unseres Nachbarlandes im 16. Jahrhundert geschildert. Trotz aller Widersprüche war sein Handeln von normativen Kontinuitäten geprägt, die in seinem Selbstverständnis als Hochadliger wurzelten.
Schon zu seinen Lebzeiten setzte die propagandistische Inszenierung seiner Person als „Vater des Vaterlandes“ ein. Eines Vaterlandes, das sich bald zur Republik wandeln sollte. Diese Entwicklung hatte Wilhelm nicht intendiert; sie legte aber den Grundstock für das bis heute populäre Bild des Oraniers als Kultfigur des niederländischen Freiheitsmythos.“


Über uns

Dem Dillenburger Museumsverein hat die Stadt Dillenburg große Bereiche des historischen Schlossbergareals verpachtet, für das wir uns als Verein verantwortlich fühlen.
Zu unseren auch in unserer Satzung verankerten Aufgaben zählen:

o Unterhaltung und Weiterentwicklung attraktiver Museumsanlagen,
o Dokumentation der Wirtschaftgeschichte im ehemaligen Dillkreis,
o Aktivitäten zur Geschichte Dillenburgs und des Nassauer Landes
o Zusammenarbeit mit Institutionen, Vereinen. Gruppen und Personen,
   die gleichartige Aufgaben vertreten.

Diese Aufgaben müssen, auch gestützt auf das Votum der Mitgliederversammlung, in praktische Maßnahmen und Vorhaben umgesetzt werden. Sie dann zu erfüllen, bemüht sich der Vorstand nach Kräften.
Dabei wird der Vorstand von derzeit drei Projektgruppen unterstützt:

Projektgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“

Unseren einzigartigen Schlossberg, mit seinen Museen und Park, durch visuelle Medien einem großen Personenkreis zu präsentieren, das haben wir uns auf die Fahne geschrieben. In diesem Sinne betreut die Projektgruppe den Internet Auftritt des Vereins, sowie das gedruckte Vereinsorgan, den „Museumsboten“.
Die Vereinsaktivitäten werden von Publikationen in Form von Fotoheften begleitet. Auch konnte in 2010 ein erstes Buch über den Schlossberg veröffentlicht werden.

(Ansprechpartner über den Museumsverein: Peter Patzwaldt)
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Projektgruppe „Bauhütte Schlossberg“

Diese Projektgruppe richtete in den Garagen bei der Villa Grün eine Werkstatt ein, um mit den vielen kompetenten Mitarbeitern die Weiterentwicklung der Museumsanlagen optimal unterstützen zu können.
Die enge Abstimmung mit dem Vorstand, dem Bauamt und Bauhof der Stadt Dillenburg und enge Absprachen mit der Denkmalspflege garantieren fachgerechte und geschichtsgetreue Tätigkeit, die der Vorstand sehr unterstützt.

(Ansprechpartner über den Museumsverein: Wolfram Stein)
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Projektgruppe „Leben im 18. Jahrhundert“

Diese Projektgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben um die Zeit der Zerstörung des Dillenburger Schlosses wieder lebendig werden zu lassen, und zwar durch die Nachbildung der damals getragenen Kleidung und dem Nachempfinden der damaligen Lebensart in möglichst authentischer Weise.
Auch kann diese Projektgruppe den Museumsverein und seine von ihm vertretenen Ziele durch Auftritte in der Öffentlichkeit bekannt machen.

(Ansprechpartner über den Museumsverein: Claus Wolf, Volkmar Nickel)
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